Behandlung des Sommerekzemes mit Ökozon und El Nino bei meinem Pferd „Hadban“
Hadban
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Behandlung des Sommerekzemes mit Ökozon und El Nino bei meinem Pferd "Hadban"

Die Mittel :
Ökozon (früher Ozon) : Dieses Mittel besteht aus verschiedenen Komponenten:
Orale Mittel: Kräuterflüssigkeit und Kräuterwürfel
Äußerliche Mittel: Lazosan, Moskitozon.
Shampoo

El Nino: Futtermittel ( Pflanzenflüssigkeit)
El Champu ( Spezialshampoo)
El Piel (Hautpflegeemulsion)
El Moskito (moskitoabweisende Emulsion)

Mein Pferd:
Hadban, Shagya-Araber-Stute, Fuchs, 15 Jahre. Ich kaufte sie im Alter von 2 Jahren- das Ekzem brach im ersten Frühjahr aus und ich vermute, daß es bereits früher aufgetreten ist.

Das erste Jahr:

Nach Ausbruch des Ekzemes versuchte ich erstmal alle möglichen Salben und Pflegeprodukte, die damals empfohlen wurden- leider nur mit mäßigem oder gar keinem Erfolg.

Schließlich geriet ich an das OZON, welches ich genau nach Anleitung des Herstellers angewendet habe. Es bewirkte zwar, daß die Stellen, die betroffen waren, abheilten, doch sah ich nach kurzer Zeit eine Veränderung an meinem Pferd, die mich stutzig machte: Sie bekam kahle Stellen im Gesicht und verlor einige Mähnen und Schweifhaare- für mich ein Zeichen dafür, daß an der Dosierung etwas falsch sein müßte. Ich reduzierte die inneren Komponenten, beobachtete den Verlauf der Krankheit, reduzierte weiter. Am Ende der ersten Saison war ich mit der Flüssigkeit fast am 0-Punkt angelangt, d.h., mein Pferd bekam nur noch alle 14 Tage 3 ml. der Lösung. Die Kräuterwürfel gab ich immer seltener, ließ sie schließlich ganz weg. Geschmiert habe ich täglich die Koppelpflegelotion auf die betroffenen, bzw. für Ekzemer typischen Hautpartien .

Hadban mit 2 Jahren

Im nächsten Jahr begann ich die Behandlung bereits Anfang April. Ich beschloß aufgrund der vorherigen Erfahrungen, die Kräuterflüssigkeit nur sporadisch zu geben, also anfangs einmal pro Woche, dann nur noch alle 2 Wochen. Wieder zeigten sich die negativen Symptome (Haarverlust) und so ließ ich sie ganz weg. Ich schmierte aber täglich die Lotion auf Mähnenkamm, Schweifrübe , Bauchnaht . Mitten in dieser Saison wechselten wir dann in den eigenen Stall. Die Behandlung führte ich weiter fort- genauso, wie ich es bisher getan hatte.

Da jedoch hier die Lage der Koppeln recht ungünstig ist (feuchte Weiden im Tal, sumpfige Flächen und Bachlauf neben der Koppeln) gab es vermehrt die gehassten Gnietzen und ich musste nun auch an der Haltung meines Pferdes ein paar Dinge ändern. Ich musste zusehen, dass Hadban nicht zu den Mückenzeiten , also in der Dämmerung (morgens und abends) draußen stand. Also hieß das : Vorbei die 24 Stunden Weide . Leider dürften wir hier keinen Offenstall bauen und so konnte ich ihr keinen anderen Schutz bieten, als den Stall.

Sie genießt seitdem zwischen 6 und 7 Stunden Weidegang auf unseren ungedüngten Weiden.

Weiterhin konnten wir das Ekzem gut behandeln- keine großen Rückfälle.

Mittlerweile wurde der Preis für Ökozon drastisch angehoben und ich wagte dann im 3. Jahr den Versuch, etwas preiswerteres zu finden. Dieser doch sehr unkluge Versuch kostete meinem Pferd die Mähne und ich habe mir noch im gleichen Sommer ganz schnell das Ökozon bestellt....

Seitdem benutzte ich es jedes Jahr, d.h. ich benutzte die Koppelpflegelotion mit bleibenden Erfolg. Die reduzierte Weide blieb, denn auch weiterhin ist der Bau eines Offenstalles nicht möglich.

Vor 2 Jahren dann wechselte ich aus preislichen Gründen zu EL NINO , das ebenfalls von Herrn Busch entwickelt wurde und eine Weiterentwicklung des Ökozons sein soll. Heute kann ich das nur bestätigen: Es wirkt genauso gut und ich meine, sogar noch einen kleinen Tick besser (zumindest was mein Pferd angeht). Anfangs habe ich – da ich annahm, dass es vielleicht für die Grundlage dieses Präperates nötig wäre- die auch hierzu gehörende Kräuterflüssigkeit gegeben. DAS hätte ich wohl besser gelassen, denn die Reaktion war genau wie damals beim Ökozon: Haarausfall an Mähne und Schweif. Sofort abgesetzt verschwanden diese Nebenerscheinungen und seitdem habe ich kein Problem mehr .

Mein Pferd hat einen glatten Mähnenkamm- genauso, wie gesunde Pferde, scheuert sich nicht und das Ekzem belastet uns überhaupt nicht.

Hier nun der aktuelle Stand vom August 2003

 


Die Haltung meines Ekzemers in der "Saison":

Unsere Pferde - 2 Ekzemer und eine 27-jährige Stute- leben in "Weide -Boxenhaltung", d.h. sie kommen morgens zwischen 6 und 8 Uhr auf die Koppel. Die Zeit zum Rausstellen richtet sich hier nach meiner Arbeitsstelle :-). Je nach Wetterlage kommen sie dann bis gegen 14 oder 15 Uhr, selten später, wieder in ihre Außenboxen. Mit "Wetterlage" meine ich in der Hauptsache das Aufkommen der Mücken (nicht nur Gnietzen) oder Bremsen, die alle 3 - vor Allem auch die alte Stute - recht panisch werden läßt. Zudem "zeigen" die Pferde mir, wann es Zeit ist, sie zu holen, denn sobald die Mückenplage beginnt, stehen sie am höchsten Punkt der Koppel- die Haustür immer im Auge...... Wie gesagt, die Zeit kann hier variieren, daher ist der Weidegang nicht genau zeitlich festzulegen.

Die Boxen sind alle 3 aus Holz, hoch und luftig und liegen nebeneinander.

Einstreu: Hobelspäne, da Hadban eine Strohallergie hat.

Fütterung: morgens vor dem Rausstellen Kraftfutter , je nach Beschaffenheit der Koppel etwas Heu (das auch schonmal draußen "serviert" wird)
Nachmittag: ebenfalls je nach Beschaffenheit der Koppel ,eine Lage Heu in der Box
Abend: Kraftfutter und Heu , ca 2 bis 2 1/2 Lagen.

Ergänzend möchte ich sagen, daß diese Art der Haltung individuell auf unsere Pferde abgestimmt ist. Lange Tüfteleien waren nötig, um die optimalste Haltung HIER herauszufinden. Zur Zeit ist also diese "räumliche Lösung" für uns die Vorteilhafteste-wir hoffen auf eine Möglichkeit, vor den Boxen Paddocks anzulegen, aber dieser Wunsch bleibt erstmal ein Traum.....

Besonderheiten bei der Behandlung mit Ökozon oder El Nino:

Wie ich in meinem Bericht bereits erwähnte kam er während der Behandlung zu vermehrten Haarausfall an Kopf, Mähne und Schweif. Ich nehme an, daß die Gabe der Flüssigkomponente im ersten Jahr einfach "genug" war. Vielleicht hat sich bei meinem Pferd (übrigens auch bei einem anderen!) recht schnell der "benötigte" Pegel eingestellt und da ich das ja nun nicht gewußt habe und fleißig weitergegeben habe, gab es schließlich diese Reaktion- also kurz gesagt: Das Mittel war überdosiert und dies zeigte sich durch den Haaraufsfall im Gesicht , Mähne und Schweif. Wir haben , als wir El Nino das erste Mal einsetzen, zunächst mit allen Komponenten angefangen, weil wir annahmen, daß ebenfalls eine "Grundbehandlung" nötig wäre. Schon nach einigen Tagen zeigte sich bei Haladine und auch bei dem anderen Pferd das gleiche Bild: Haarausfall an Mähne und Schweif. Wir setzten es beide sofort ab und nach 3 Tagen ca. war das Problem vorbei. Demnach denke ich, ist eine Regulierung des Stoffwechsels in Bezug auf das Sommerekzem ( durch weitere Gaben der Kräuterflüssigkeit) nicht nötig. Ich versuche meine Beobachtungen mal genauer zu beschreiben:
Im Gesicht entstanden "kahle" Stellen, die so aussahen, als hätte ein Halfter an diesen Stellen die Haare weggeschubbelt. also nichts nässendes , sondern "lediglich" die Haare waren weg. Die Stellen hatten keine spezifische Form, also mal rundlicher, mal länglich. Bei Mähne und Schweif lockerten sich Haare "mit Stumpf und Stiel", d-h. sie lösten sich direkt an der Wurzel. Aufgefallen ist es mir beim Putzen.

Ich denke, das ist auch ein Punkt, wo viele Angst bekommen und somit das Mittel- bzw. die Mittel in die Ecke schmeißen mit dem Fazit: Hilft nicht. Genau deshalb ist es so wichtig während der Behandlung mit einem der beiden Produkte jede Veränderung genau zu beobachten, da evtl. Veränderungen im negativen Sinne durchaus "positiv" sein können und man eben daraufhin herumtesten muß, welche Dosierung für das Pferd die Bessere ist. Generell haben wir festgestellt, daß bei den Arabern die Dosierung sehr schnell herabgesetzt werden kann (vielleicht rassebedingt?). Fragt mich nicht warum- die Symptome zeigten das. Bei verschiedenen Ponies, die ich kenne, wurde die Kräuterflüssigkeit länger eingegeben. Aber auch diese brauchen heute "nur" noch das Schmieren.

Behandlungstips:

Zu den einzelnen Komponenten:

Das Shampoo benutze ich - wenn überhaupt- nur am Anfang der Behandlung, aber dann auch nur, wenn das Wetter es zuläßt. Es sollte also VOR dem ersten Schmieren (einen Tag zuvor) eingesetzt werden und NICHTS an diesem Tag eingerieben werden, also auch kein anderes Mittel. Am darauffolgenden beginnt dann die eigendliche Behandlung. Für das Waschen "zwischendurch" gilt das Gleiche und: Man sollte nun kein anderes Shampoo mehr verwenden, da es dann zu Hautreaktionen kommen kann, die wiederum auf das Mittel geschoben werden könnten. (Schuppenbildung, Haarausfall)

Zum El Piel - tja, da bin ich mir nicht so ganz sicher- ich verwende es ab und zu statt der anderen Emulsion. Es scheint, daß die Haut hier mit Feuchtigkeit versorgt wird, also geschmeidig gehalten wird, was aber das Moskitomittel ebenso bewirkt. An weniger mückenreichen Tagen benutze ich es schonmal- die Wirkung scheint in dem Moment die Gleiche zu sein.

Zur eigentlichen Lotion el Moskito: Sie wird - bis auf die kleinen Ausnahmen, die ich gerade beschrieben habe- von uns TÄGLICH benutzt. Es gibt aber auch Pferde, wo ein anderer Abstand ebenso funktioniert- auch hier wieder: Beobachten. Es wirkt mückenabweisend - ich habe sogar festgestellt, daß Bremsen und anderes Zeug Abstand halten. Ich praktiziere es zum Beispiel so, daß ich nach dem Einreiben der typischen Ekzemerstellen den Rest aus der Bürste am Pferdekörper verteile (also an den Ohren, Rücken, Rumpf und Beine, auch im Gesicht (natürlich nicht zu nah an den Augen). Ich habe beobachten können, daß die Fliegen sich nicht so sehr gern an diesen Stellen niederlassen - ebenso die Bremsen. Daher habe ich das große Glück, überwiegend auf den Fliegenschutz verzichten zu können. (ich meine damit Fransen, die ich nur an heftigen Tagen benutzen muß).

Andere Fliegenschutzmittel benutze ich gar nicht- also auch keine Sprays, weil ich auch hier annehme, daß diese - vermischt mit dem El Nino, Reaktionen auslösen könnten. Das ist auch nochmal ein ganz wichtiger Punkt:

Wenn ein Pferd mit einem dieser Mittel (Ökozon oder El Nino) behandelt wird, dann darf man auf keinen Fall noch zusätzlich ein anderes Mittel (äußerlich und innerlich) verwenden!

Das war nämlich auch bei meinem Pferd der Fal l- hab ich im Bericht vergessen zu erwähnen *sorry* - die Haut reagiert mit Schuppen und Jucken und keine der Behandlungen wird dann greifen .

Ganz sicher treten nun an dieser Stelle Fragen auf- ich bin gerne bereit, diese, soweit als möglich, zu beantworten und gebe auch gerne Tipps zur Anwendung mit Ökozon oder El Nino. Also: Nur Mut, ich helfe gerne weiter: info@hadban .de

Mehr Infos zu Haladine und Ihrer Besitzerin gibt es auf Ihrer Homepage:
Http://www.hadban.de