Erster Versuch
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Eigentlich waren die Grundvoraussetzungen sehr gut und dennoch kam alles ganz anders...

Wir wohnen inmitten von Weiden, vielen Kühen und einigen Pferden und das schon seit Jahren. Dann zogen neue Nachbarn ein und es dauerte nicht lange und ihre beiden Pferde standen im alten Kuhstall, der zum Offenstall umfunktioniert wurde. Wir verstanden uns gut, haben beide Kinder im gleichen Alter, beide Hunde. Da Janina schon seit längerem Reitunterricht bekam, kam naturgemäß auch bald der Wunsch meiner beiden ein eigenes Pony zu bekommen. Da es hier am Haus keinen großen finanziellen und zeitlichen Aufwand bedeutete war die Idee schnell geboren. Auch meine Nachbarn fanden die Idee gut, zumal sie für ihre Tochter kein Pony in der “passenden” Größe hatten. Im Grunde war es so geplant, daß das Pony zu den beiden Wallachen meiner Nachbarn kommen sollte, als es dann aber langsam an die genauere Planung ging merkte ich schon, daß es den beiden lieber wäre, wenn der Kleine in einem getrennten Stallbereich mit eigenem Auslauf leben würde. Weidegang sollte aber zusammen stattfinden. Nachdem wir mit dem Besitzer des Stalles gesprochen hatten und alles soweit geklärt und vorbereitet war kam Nicky zu uns. Das war am 14. April 2002. Der Sommer kam und leider auch die Gewissheit, daß Nicky Sommerekzem hat. Die geplante Zusammenführung der Herde blieb aus und mir wurde zunehmend klarer, daß meine Nachbarn das scheinbar auch nicht mehr wollten :-(  So versorgte ich inzwischen zwar oft deren Pferde mit, passte auf die Tochter auf und ließ den Hund in den Garten, ging mit zur Reithalle, um deren Tochter zu führen, aber Rücksicht auf die Bedürfnisse des Ponys wurden wenig genommen. Es war bald klar, daß wir Nicky so nicht artgerecht halten konnten, nur mit Sichtkontakt zu den anderen war er unglücklich und das wollten wir ändern. So sprach ich auch mit meiner Nachbarin darüber, daß ich eventuell ein zweites Pony anschaffen wolle, damit er nicht immer allein ist. Mir wurde daraufhin gesagt ich solle nicht noch ein Pony kaufen für die Kinder, ich solle doch auch mal an mich denken und ein größeres Pferd kaufen. So entstand der Gedanke, denn ganz Unrecht hatte sie mit diesem Gedanken nicht ;-) Zeitlich konnte ich nicht zwei Pferden gerecht werden. So kam es, daß ich mit meiner Cousine zusammen auf Pferdesuche ging. Nun war es Zeit mit dem Besitzer des Stalles zu sprechen. Er hatte den Einwand, daß er natürlich auch erst mit meinen Nachbarn reden müsse. Ich sagte das sei alles abgeklärt, aber dann traf mich noch am selben Tag der Blitz aus heiterem Himmel. Mir wurde also erstmal vom Besitzer mitgeteilt, daß meine Nachbarn ihr Einverständnis nicht geben würden, weil es Differenzen gäbe. Ich staunte nicht schlecht, zumal wir einen eigenen Stallbereich, eigene Weide und eigenen Auslauf hatten...und es auch bisher nie Differenzen gegeben hatte *???*
Dann kam ein sehr unerfreuliches Gespräch, in dem mir klar gesagt wurde, daß man keine Lust habe Rücksicht zu nehmen. Hatte ich doch tatsächlich in der letzten Zeit angemerkt, daß ich es nicht gut finde, daß die Zwischentüre zwischen den Ställen nachts unverschlossen geblieben sei und Nicky so einige Blessuren von den großen Wallachen davongetragen hatte deswegen, oder daß ich eine Mistgabel in Nicky’s Box nicht gut finde, wegen der Verletzungsgefahr, oder einfach, daß ich dachte man könne eine volle Schubkarre mit Äppeln wenigstens bis vor den Stall fahren anstatt ihn genau neben Nicky’s Stallbereich stehen zu lassen, zumal er Ekzemer ist... Wie auch immer, ein sehr unerfreuliches Gespräch, daß mir nun entweder die Wahl ließ ihn allein stehen zu lassen oder ihn in einem anderen Stall unterzubringen. In Nicky’s Sinne entschied ich mich zu gehen, auch wenn die Kinder es nicht verstanden, warum sie ihr Pony nun nicht mehr vom Fenster aus sehen konnten. Die Pflege eines Ekzemers ist am Haus sicherlich auch leichter zu realisieren, trotzdem... da blieb mir keine Wahl, ein fünfjähriges Pferd in Einzelhaft am Haus, nur weil es für mich bequemer ist, war und ist keine Lösung für mich.
Ich rede trotz des Versuches meiner Nachbarn sich zu entschuldigen für das Gesagte kein Wort mehr mit ihnen seit genau diesem Tage, damit kann ich gut leben. Schwieriger ist es wohl für sie, denn jetzt galt es jemand anderen zu finden, der ihre Pferde versorgt, das Kind und den Hund hütet ;-) ...aber sie scheinen jemanden gefunden zu haben, der soll dann wohl auch gleich in unsere Wohnung einziehen, denn seit Monaten schon versuchen sie uns mit Hilfe des Hauseigentümers aus der Wohnung zu vergraulen. Der Hauseigentümer ist auch der Stallbesitzer - übel, aber das steht auf einem anderen Blatt...

So sind wir mit Nicky Ende August umgezogen. Mit in den neuen Stall eingezogen ist dann auch der geplante Kumpel, denn das war nun einmal beschlossene Sache