Nicky's Geschichte
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In diesem Bereich geht es ausschließlich um Nikita (Nicky) und um meine Gedanken zum Thema Sommerekzem. Hier könnt ihr sein Tagebuch lesen, in dem ich alles wichtige aufschreibe, Bilder dokumentieren das alles von Zeit zu Zeit.

Nikita ist eine Welsh-A Mix, knapp 1,10m groß, Falbschecke und ist 1998 geboren. Herkunft und Vorbesitzer weitgehend unbekannt, so auch die Frage, ob er bereits vorher Ekzem hatte.

Zum Tagebuch

Nicky kam am 14.04.2002 zu uns, Mitte Mai 2002 fing er an seine Schweifrübe zu scheuern, Ende Mai war dann der Tierarzt hier, weil Nicky erste offene Stellen an der Rübe hatte und stellte seine Diagnose: Sommerekzem.
Er empfahl uns Wellcare zur Insektenabwehr und ein Kamillehaltiges Shampoo, mit dem wir regelmässig waschen sollten. Er wirkte fast so ratlos wie ich mich in diesem Moment fühlte. Das wollte ich ändern und machte mich auf die Suche nach Informationen...
Zu diesem Zeitpunkt kam er stundenweise auf eine gedüngte Kuhwiese, bekam von mir noch etwas Silage, die ich mit Heu vermischte, weil er das Heu “pur” nicht fressen wollte, kein Kraftfutter, aber Mineralfutter (Reformin) und Stroh als Einstreu in seinen Offenstall. Er stand zu dieser Zeit noch allein in seinem Offenstall, aber das sollte sich bald ändern, denn die Integration mit den beiden anderen Wallachen sollte bald stattfinden. Im Verlauf des Sommers stellte ich schnell viele Fehler meinerseits in der Haltung fest. Daraufhin bekam er keine Silage mehr, weniger Weide und ich versuchte ihn regelmässig zu bewegen. Er bekam den gesamten Sommer 2002 über Heu und Stroh zur Weide, die er Ende des Sommers portioniert bekam. Ich schränkte also massiv den Weidegang ein und versuchte zu erreichen, dass seine Weide nicht mehr gedüngt wird. Zusätzlich versuchte ich mit Natriumbicarbonat zu entsäuern und mit Kanne-Produkten zu unterstützen. Zur Insektenabwehr benutzte ich hauptsächlich Temazad, hab ihn regelmässig gewaschen, was ihm auch große Linderung verschaffte. Die geplante Integration in die kleine Zwei-Wallach-Herde platzte und ich entschloss mich ein weiteres Pferd / Pony anzuschaffen, weil er im Juli 2002 noch immer ohne Körperkontakt, nur Sichtkontakt zu den anderen Wallachen stand. Dann kam alles anders als geplant und so landeten wir mitsamt seinem neugekauften Kameraden in einem Pensionsstall, in dem ich leider kaum noch die Haltung so gestalten konnte, wie ich es gern wollte. Das war Anfang September 2002. Er überstand den September und Oktober verhältnismässig gut, trotz 12 Stunden kurzer Weide am Tag. Im Oktober verschlechterte sich das Ekzem erheblich, er scheuerte noch bis in den Winter hinein, das lag zum Teil an Hafer, den er bekam, obwohl ich darauf hingewiesen hatte, dass er keinen bekommen darf und wohl auch an einem homöopathischen Mittel, dass ich auf Empfehlung einer anderen Ekzempferdbesitzerin gegeben hatte. Gleichzeitig hatte ich im Oktober 2002 ein Blutbild machen lassen, daß zeigte einen deutlichen Zink- und Selenmangel. So fütterte ich beides zu bis Anfang Januar 2003, ausserdem bekam er ab Oktober 2002 Hesta light energy. Das Kontrollblutbild zeigte dann am
6.Januar 2003 einen etwas überhöhten Selenwert und einen noch niedrigeren Zinkwert. Außerdem hatte ich den Manganwert bestimmen lassen und auch der war erniedrigt. Ich war erstaunt und sehr verunsichert...

Nicky’s Zinkmangel und die Probleme beim Ausgleich:
Wie schon erwähnt zeigte das erste Blutbild im Oktober 2002 einen Zinkmangel. Ich fütterte Hesta plus Zink zu. Das Blutbild im Januar 2003 zeigte keinerlei Verbesserung des Wertes. Danach entschied ich mich zu einer flüssigen Form, ich gab ab Februar 2003 Kerabol von Equistro. Ende April folgte wieder ein Blutbild, wieder war keinerlei Verbesserung zu sehen. Ich fing an noch intensiver nach den möglichen Gründen zu suchen. Im Mai 2003 habe ich mich dann nach vielem hin und her entschlossen die Zinkzufütterung erstmal einzustellen und die Symptome abzuwarten. Da die Symptome bisher noch ausbleiben, Nicky ist also völlig symptomfrei (Stand Anfang Juli 2003), habe ich bisher auch nicht wieder angefangen Zink zu füttern.

Bereits mein erster TA hielt die Idee wohl für etwas absonderlich und riet zu anderen Therapieformen, er hielt Zinkmangel für keine mögliche Ursache. Wir trennten uns deshalb nach dem ersten Kontrollblutbild, ich brauche einfach einen Mediziner an unserer Seite, der mich auch ernst nimmt und mitdenken möchte. Schade, denn er war ansonsten wirklich sehr kompetent und entgegenkommend. Danach fand ich einen TA, der sehr den Eindruck machte, als wisse er worauf ich eigentlich hinaus will, aber jetzt habe ich da so meine Zweifel. Nicht, dass er einen Zusammenhang nicht für möglich hält, nur hat auch er mir zu Beginn der Saison eine Pilzimpfung empfohlen oder andere Möglichkeiten genannt, wie ich auftretende Symptome lindern könne.  Ich fürchte das liegt an der Situation der Tierärzte, sie haben einfach kaum Zeit sich zu engagieren, empfehlen die gängigen Methoden und ausserdem : zugegeben, bei Nicky haben wir einen Punkt erreicht, an dem er nicht mehr viel machen kann, aber dazu später mehr. Nach dem dritten Blutbild wollte er sich informieren beim Labor und in Hannover, ich wollte mich auch informieren und wir wollten dann besprechen, welche Ursachen möglich sein könnten und wie wir weiter vorgehen. Naja ;-) ich hab dann in diesem Gespräch erzählt und erklärt und er hat gelauscht und sein Tip war dann: Gar nichts weiter machen und in vier Wochen neues Blutbild *huch* Was mir das jetzt bringen könnte habe ich gar nicht erst versucht zu verstehen, ich bin halt blond und hab dann auch nicht weiter nachgefragt ;-)
Natürlich hatte ich Sorge seinen guten Zustand zu riskieren, indem ich kein Zink mehr gebe, aber genauso viele Gedanken machte ich mir darüber, ob ich nicht doch den Kupfer- und Manganwert in Gefahr bringe durch eine weitere Zufütterung. Ich habe mich entschieden die Zufütterung einzustellen, das war im Mai 2003. Ich habe gedacht ich beobachte mal, was geschieht und bisher ist nichts geschehen. Sollte er nun wieder anfangen mit der Scheuerei werde ich vielleicht wieder zufüttern - mal sehen, ich hab mich noch nicht entscheiden. Möglich, dass sein Blutwert nicht die Realität zeigt, er also keinen akuten Mangel mehr hat, möglich aber auch, dass ich nur eine leichte Besserung erzielt habe, die das Blutbild noch nicht zeigt, weil Zink am Wirkort ist und nicht im Blut. Ich kann es selbst kaum erklären, kann auch mein Tierarzt nicht, deshalb bin ich auch nicht allzu entsetzt, dass ich jetzt doch allein weitersuchen muss, ist halt alles kompliziert und es wären weitere diagnostische Mittel, wie Darmbiopsie o.ä. nötig, um Gewissheit zu bekommen, oder ein Aufenthalt in einer Klinik mit täglicher Zinkkontrolle, um genau zu wissen wie seine Werte sind. Aber all das erspare ich uns doch lieber.
Im Grunde bin ich fast sicher, dass Zink eine grosse Rolle spielt bei ihm, das zeigt auch die Besserung. Ich kann und will aber nicht abstreiten, dass auch andere Faktoren bei der Verbesserung eine Rolle spielen. Nennen möchte ich hier: Psychischer Stress, weil er im Jahr 2002 keine feste Herde hatte und bevor er zu uns kam schon viele Besitzerwechsel erlebt hat (inzwischen haben wir eine sehr feste Bindung) oder weitere Grasreduzierung. Kann, will und muss ich hier auch nicht abschliessend beurteilen können. Die möglichen Ursachen eines Zinkmangels oder einer Resorptionsstörung finden sich im Bereich Zink und das Sommerekzem auf diesen Seiten.

2003

Seine Haltung habe ich inzwischen absolut optimieren können. Nicky steht wieder in einem Offenstall seit April 2003, bekommt nur sehr wenig Gras und hat rund um die Uhr Gesellschaft. Er bekommt Heu und Stroh auch im Sommer, weiterhin sein Hesta light energy und jetzt seit dem 23.Juni 2003 überständiges Gras portioniert.  Er bekommt seit April 2002 kurweise zusätzlich Fermentgetreidepulver (50g) täglich, um den Darm zu unterstützen.

Am 03.08.2003 haben wir den Stall gewechselt, also wieder psychischer Stress. Seit 10 Tagen herrschen Temperaturen von über 30 Grad C.
Nicky ist derzeit (08.08.2003) noch völlig symptomfrei. Nachtrag: Er blieb das auch im gesamten Jahr 2003 :-)

2004

Nun sagt mir das Tagesdatum es ist der 13.September 2004, wir haben nach wie vor das Ekzem im Griff, nachdem mir aber im Juli 2004 wirklich nach einer Auszeit zumute war, bot mir Hadban/Kristina an es mal mit El Nino zu versuchen. Nicht jeden Tag über das Gras, das Wetter und die Insekten und somit über alle möglichen Zusammenhänge nachdenken zu müssen fand ich verlockend, zumal wir im März 2004 wieder den Stall gewechselt haben und wieder jede freie Minute für den Offenstallbau benötigt wird. Meine Erfahrungen mit El Nino könnt ihr im Tagebuch ab Juli 2004 nachlesen. Erster Stand der Dinge: Symptomfrei jetzt und hier, aber noch ist das Jahr nicht zu Ende. Auch in diesem Jahr begleitet uns der Zinkmangel, da ich Dussel Anfang des Jahres kein Blutbild anfertigen ließ, ich ging einfach davon aus, dass nach der Zugabe von Zink im Jahr 2003 nun alles in Ordnung sein müsse - weit gefehlt, denn Haarausfall (Langhaar) und schlechte Hufhornqualität belehrten mich bald eines besseren und ich habe wieder begonnen Kerabol (flüssig) zuzufüttern, nur viel zu spät, um in diesem Jahr noch während der SE-Zeit eine Besserung bemerken zu können. Also abwarten ...

2005

Das Jahr 2004 ging symptomfrei zu ende. So entschied ich mich auch 2005 mit El Nino zu behandeln, und wieder war er komplett symptomfrei. Dabei habe ich 2005 ohne innere Komponente behandelt, da das tägliche einschmieren als Insektenschutz völlig ausreichend war. Das war für uns sehr stressfrei, denn einmal täglich einreiben, egal wann am Tag und das Pony war komplett beschwerdefrei, kein Vergleich zu den Behandlungen vorher :-)

2006

Im Jahr 2006 behandelten wir dann mit Flowerpower, auch ein Produkt von Herrn Busch. Bei diesem Mittel spielt die innere Komponente eine größere Rolle, da es schon um Heilungsansätze geht dabei. Auch das funktionierte problemlos :-)

2007

In diesem Jahr nun behandeln wir mit einer der neuesten Entwicklungen von Herrn Busch, dabei steht die Heilung/Absenkung der Ekzembereitschaft noch viel mehr im Vordergrund als je zuvor. Darüber werde ich nun das Tagebuch wieder weiterführen, da es sicher viel neues zu berichten geben wird.