Erika und Leni
Leni
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Das Sommerekzem bei meiner Vollblutaraberstute
Eleni el Sahra, genannt “Leni”

Vorgeschichte von Leni:                                             
Wir haben Leni als Absetzer mit 7 Monaten gekauft.
Dabei weiß ich nicht, ob Mutter/Vater an Sommerekzem leiden oder nicht. Auf jeden Fall war Leni in ihren Jugendjahren frei von dem Ekzem. Sie hatte zwar als 8 Monate altes Fohlen eine Kolik-OP, ansonsten war ihre Aufzucht ohne Probleme.
Die ersten Anzeichen von einem Hautproblem waren, dass sie dreijährig im Sommer Sonnenbrand auf ihre Nase hatte, wobei sie als Forellenschimmel eine dunkle Haut und eine weiße Blesse hat.
Die Haut schälte sich oberhalb der Nüstern ab und war sehr trocken, ab August/September verschwanden die Hautabschälungen.

Das 4. Lebensjahr (2000):
Das SE ist zum ersten Mal im 4. LJ leicht aufgetreten, sie schupperte sich den Schweif bis keine Haare mehr da waren. Ich behandelte den Schweif mit Melkfett, bzw. Zinksalbe. Aber die Mähne war in diesem Sommer noch nicht betroffen und wir ahnten noch nicht, dass meine Stute an Sommerekzem leidet.

Das 5. Lebensjahr (2001):
In ihrem 5. Sommer kratzte sie sich ab April/Mai auch an Mähne und Schweif.
Erst dann kam bei mir der Verdacht auf Sommerekzem auf. Wir behandelten diese Stellen anfangs mit Melaleuka alternifolia (Teebaumöl) verdünnt in Melkfett. Die Haut war sehr trocken. Aber ohne viel Erfolg.
Leni ist übrigens ein richtiger Sommerekzemer, da die Wintermonate (von Okt. bis März) die symptomlose Zeit ist. Die Haut und das Fell regenerieren sich im Winter sehr gut ohne irgendwelche Hilfsmittel.

Das 6. Lebensjahr (2002):
Dies war ihr schlimmster SE-Sommer. Leni verlor im April bis Mai ¾ ihrer Mähne und die Schweifrübe war nur mit stoppeligen Haarteilen bewachsen. Leider trat auch eine Schwellung des Mähnenkamms auf, die man auf diesem Foto sehen kann.
Durch die Schwellung gab es Einkerbungen des Mähnenkamms und die Mähne sah wie “Zick-Zack” aus. Die Einkerbungen verliefen quer zum Kamm.
Ich behandelte das SE mit Wiemerskamper Pflegeöl für Sommerekzem, welches anfangs auch gut gegen den Juckreiz wirkte. Aber innerhalb von 6 Wochen war eine Art Gewöhnungseffekt da und das Öl hatte nicht mehr die gute Wirkung vom Anfang. Da das Öl sich mit dem Schmutz beim Wälzen des Pferdes vermischte, musste ich die Mähne regelmäßig alle ca. 10 Tage mit einem Shampoo für Sommerekzemer waschen.
Durch einen Tip eines Internetforums für Pferde fing  ich mit “Aldi Hautmilch für trockene Haut” einzucremen. Die Haut war dadurch schön geschmeidig, aber das hinderte mein Pferd nicht daran, sich weiter zu kratzen. Es wurde besser, aber noch nicht so gut, dass ich zufrieden war, bzw. mein Pferd sich wohl fühlte.
Inzwischen habe ich die Mähne bis auf 3cm kurz als Stehmähne abgeschnitten, damit ich sie besser pflegen konnte. Außerdem sah die stoppelige Mähne furchtbar ungepflegt aus, dann lieber doch kurz geschnitten, dachte ich.
Ab Herbst 2002 begann ich mit der Fütterung von Hestamix classic, ein Spezialfutter für Isländer, welche unter Sommerekzem leiden.
Außerdem habe ich als Mineralfutter zusätzlich Dermafit der Fa. Lexa genommen. Beide Futtermittel haben einen erhöhten Zusatz an Zink und Kupfer. Hestamix  habe ich nach Angaben des Herstellers mit 1kg pro Tag gefüttert.

Das 7. Lebenjahr (2003):    
Durch die Fütterung von Hestamix ist das Fell weich und die Haut geschmeidig.
Das SE ist in diesem Jahr erst Ende Mai ausgebrochen, als Auslöser vermute ich, dass ich den Fehler machte, die Stute für 2 Wochen auf eine etwas zu gehaltvolle Weide mit hohem Gras zu stellen. Ich denke, dass der Inhalt, bzw. das erhöhte Eiweiß im Gras ein krankmachender Faktor bei meiner Stute ist. Auch die Schwellung des Mähnenkamms war wieder vorhanden, zwar waren die bekannten Einkerbungen dieses Jahr nicht so stark ausgeprägt, wie letztes Jahr.
Die furchtbare Kratzerei, das Ausreißen der Mähnenhaare begann und bis Anfang Juli fehlten wieder die Haare in der unteren Hälfte ab dem Widerrist. In dieser Zeit behandelte ich noch mit Aldi-Milch und hin und wieder waschen mit Ekzemershampoo.

Und ich schnitt wieder die Mähne auf 3cm ab. Foto vom Ende Juli 2003

Durch diverse Artikel und Berichte im Internet wurde ich auf Aloe Vera – Produkte aufmerksam. Ich hatte die Hoffnung, dass Aloe Vera meiner Stute beim SE helfen konnte. Daraufhin informierte ich mich genau nach Indikation, Inhalt, Produktion und Erfolge von Aloe Vera Produkten. Ich entschied mich zu “Aloe Vera Emergency Spray” der Fa. LR, Natural Life USA, einer der größten Vertreiber von Aloe Vera Produkten. Es ist ein Firma, die hauptsächlich Kosmetikprodukte für Menschen herstellt, aber seit 2002 auch Aloe Vera Naturprodukte.
Genaueres über Aloe Vera habe ich für euch HIER zusammengefasst.

Ich verwendete das Spray seit Mitte Juli 2003 und konnte innerhalb von nur 2 Wochen feststellen, dass sich meine Stute nicht mehr so stark kratzte. Ich habe morgens und abends das Spray verwendet. Die Mähnenhaare wurden sehr weich und fühlten sich seidig an. Außerdem habe ich bemerkt, dass die Kriebelmücken (die als Auslöser des SE häufig genannt werden) sich nicht mehr in Schwärmen abends auf mein Pferd stürzten. Auch die bis dahin auftretenden Bremsen mieden mein Pferd.
Bei regelmäßiger Anwendung fühlte sich mein Pferd wohl, der Juckreiz war kaum noch vorhanden und sie kratzte sich nicht mehr als jedes normale gesunde Pferd.
Die Mähne wuchs auf die komplette Länge sehr gut und dicht nach und die Schwellung des Mähnenkamms ging zurück bis keine Schwellung mehr vorhanden war.
Innerhalb von 3 Monaten ist die Mähne, ohne irgendwelche fehlenden Stellen, um 15 cm gewachsen.  Zwar hat die Behandlung mit Aloe Vera Emergency Spray nur 2 1/2 Monate gedauert, aber der Erfolg war deutlich zu sehen im Gegensatz zu den vorgehenden Jahren. Ich war sehr froh, dass es meiner Stute so gut ging.

Ich werde die Behandlung mit Aloe Vera Spray nächstes Jahr wieder aufnehmen und die Fütterung mit Hestamix classic fortsetzen. Außerdem werde ich durch eine innerliche Behandlung von Aloe Vera versuchen eine  Umstimmung des Stoffwechsels zu erreichen.

Die Ursachen des SE sind sehr vielfältig und bisher leider noch nicht ausreichend erforscht, da im Grunde genommen jedes Pferd auf andere Reize und Medikamente reagiert, aber ich denke, dass ich das richtige Mittel für mein Pferd gefunden habe.

Eleni  Mähne am 1.11.03:    

Erika Ludl + ihre Stute Eleni el Sahra