Daimon
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Daimon *05.03.1991 – Haflinger - Stute

Mai 1995

Bis März 1997 Robusthaltung auf grossen Koppeln, Kraftfutter zugefüttert, fast täglich geritten.

Ab Winter 1996 wurde leider immer weniger Heu zugefüttert, da aus dem damaligen Stall viele Einsteller wegzogen und immer weniger Pensionspferde die ca. 20 Schulpferde mit durchfüttern mussten (es gab auch immer weniger Reitschüler dort).

Zum Schluss sah sie dann so aus:

 März 1997

Im April 1997 verliessen wir den Hof in einer Nacht und Nebelaktion, fristlose Kündigung!

Daimon kam nach Absprache mit meiner Mutter zum decken und wurde dort erstmal aufgepäppelt, bevor sie sich überhaupt für den Hengst interessierte.

Im neuen Stall, ab Mai 1997 war sie auch wieder 24 H auf der Koppel, regelmässig geritten, Hafer zugefüttert, keine Anzeichen von SE.

April 1998: Napoleon ist da, Daimon wird weniger bewegt (aufgrund des Fohlens und von privaten Problemen), hat aber immer noch keine Anzeichen von SE.

Koppel ist aufgrund des Fohlens reduziert, Hafer und Heu wird zugefüttert.

 


            

                                           April 1998

Juni 1999: Daimon fängt an, sich die Mähne und den Schweif abzukratzen, TA wird gerufen und lässt eine Lotion mit Lorbeer da, die natürlich nix bringt.
Ich bin völlig ratlos, schmiere die Lotion und hoffe auf Besserung.
Aus privaten Gründen bin ich damals nich so oft geritten, das ändert sich aber in etwa ab Juli. Hab 1999 keine Photos gemacht, da Daimon hässlich war.

Im Winter 1999/2000 wächst die Mähne in etwa wieder 15cm und ich tue das Gekratze vom Vorjahr als einmaliges Geschehen ab (wie blöd man doch ist)

Sommer 2000: Daimon kratzt wieder, Schweifrübe ist fast kahl, sie hat kaum noch Mähne und offene Stellen auf der Kruppe, TA lässt Wellcare Emulsion da, ich behandle sie wie vorgeschrieben und gegen August sind endlich die offenen Stellen weg und das Gekratze hört auf.

So sah sie am 01.07.2000 aus (die Mähne ist nicht nach der anderen Seite gekämmt, sondern fehlt komplett, hatte leider nicht mehr Bilder):

    
    
Juli 2000

Im Herbst 2000 stiess ich zum ersten Mal auf den Begriff Sommerekzem und bestellte sofort die AE Emulsion.

Im Frühjahr 2001 zieht das Pferd aus Sachsen-Anhalt nach München, Haltung ändert sich seitdem wie folgt:
Futter: Statt Hafer gibts Pellets ( im Stall so üblich)
Weiterhin Heu
Koppel: Statt 24h nur noch 6 – 8 Stunden (leider ging das nur so – oder eher zum Glück!)
Die Koppel an sich sind alte Grassorten (gell Duffy, Super Koppel, oder??!)

    
 

                           Mai 2001

Im Sommer 2001 schmiere ich kräftig AE Emulsion und kann erstmals den Schweif + 30 cm Mähne (von vorne gesehen) erhalten!

Der neue TA schlägt für den kommenden Herbst eine Desensibilisierung gegen Mücken vor und ich willige ein.
Also wird Daimon im Oktober 2001 Blut abgezapft und zu Laboklin bezgl. Serenherstellung geschickt.
Ab November 2001 spritze ich jeden Samstag selber (bibber). Es gibt 2 verschiedene Seren, das erste ist schwächer und wird mit 0.2 ml bis 2.5 ml gesteigert, anschließend gibts wöchentlich 1.8 ml von dem stärkeren Serum.

Im April 2002 bin ich fertig mit der Spritzerei und – MUSS BERUFLICH NACH FRANKFURT/ MAIN ZIEHEN !
Im April stosse ich ausserdem auf Eure Truppe (Ekzemer bei Agrar.de) und lese ab da kräftig mit :o)
Bei Friedberg finde ich nen Super Stall und hol ab 01.05. Pferdi nach.
Gefüttert wird 3 x täglich Hafer und Heu, im Sommer gibts 6-8 Stunden Koppel im Winter leider nur 2 Stunden Paddock (aba so ist das halt in Ballungsgebieten!)

Die Mähne kann ich im Sommer 2002 zu 90% erhalten, nur die berühmten 15cm gehen verloren, der Schweif bleibt komplett erhalten.
Ich sprühe vor der Koppel und dem Reiten auf dem Platz Zedan, bei offenen Stellen verwende ich Systral Gel (eigentlich für Menschen, aber es scheint ihr zu helfen).
Ab und an wasche ich die Schuppen aus der Mähne und Schweif, dazu verwende ich Betaisodona Flüssigseife.
Hafer wird bei der ersten Kratzattacke sofort halbiert, Turbograskoppel auf Dreckkoppel mit nur wenig grün drauf reduziert. Daimon gehts damit eindeutig besser und mir auch :o).

März 2003:
Zum Abschluss mal noch ein paar aktuelle Bilder von meiner Süssen, die jetzt endlich wieder photogen ist.
 

      

Gedankensammlung:

Ich gehe inzwischen davon aus, dass Daimon’s Ekzemerei mit der Trächtigkeit zuhammenhängt.
Fakt ist, dass vor dem Fohlen keinerlei Anzeichen für SE vorhanden waren, trotz 24h Koppel das ganze Jahr über...
Meiner Meinung nach hatte sie zum Zeitpunkt der Bedeckung sicherlich schon einen Mineralstoffmangel (wg. der schlechten Haltung unmittelbar zuvor) und während der Trächtigkeit gingen alle Mineralien ans Fohlen (das hat übrigens bis heute kein SE).
Andererseits sind lt. Aktuellem Blutbild alle Werte in Ordnung, wieso hat sie dann letzten Sommer gekratzt???
Zudem hat die Haltungsveränderung sicherlich einiges gebracht.
Auf der einen Seite ist es zwar schade, dass Daimon im Sommer nicht nach Lust und Laune auf die Koppel kann, aber andersrum hätte sie ja auch nix davon draussen rumzurennen und sich zu schubbern bis sie blutet.