Kurt Hoppe
 

Kurt

 

 Geboren am 22. September 1924 in Friedrichshain in Niederschlesien. Vermißt seit Juli 1944. Er gehörte zur Aufklärungsabteilung der 28. Jäger-Division.

Hier das Ergebnis der Nachforschungen:

Durch die sowjetische Offensive am 22. Juni 1944 im Abschnitt der deutschen Heeresgruppe Mitte, war die 350 Kilometer lange Front zwischen Witebsk und Mosyr bis Anfang Juli eingedrückt worden. Die Truppen, der 4. Armee mußten über die Beresina weiter nach Westen  zurückweichen. Als Minsk am 03 .Juli in sowjetische Hand gefallen war, wurde die 28. Jäger-Division in den Raum 25 Kilometer nordostwärts von Baranowicze verlegt, von wo aus eine  neue – nach Norden führende – Widerstandslinie errichtet werden sollte. Schon am 07.07.1944 drang der Gegner bei Wolna in die Stellungen des Jäger-Regiments 83 ein. Der durch Artillerie- und Panzereinheiten unterstützte Entlastungsangriff von Pogorzelce und Ciukantowicze brachte nur vorrübergehenden Erfolg. Gleichzeitig griff der Gegner von  Jurewicze aus das Jäger-Regiment 49 an und schloss die Kompanien bei Horodysczce ein. Nur wenige Soldaten konnten sich zwischen Krutowce und Bialolesie wieder zur Division durchschlagen.Nach dem Verlust von Baranowicze am 08. Juli mußte die Division weiter nach Westen zurückweichen. Dabei erlitten am nächsten Tag besonders die Aufklärungs- und die  Panzerjäger-Abteilung, sowie das Pionier-Bataillon beim Überqueren des Szcara-Flusses nördlich von Slonin starke Verluste. Anschließend setzte die Division ihren Rückzug über die  Orte Zelwa, Wolkowysk und Grodek beiderseits der nach Bialystok führenden Bahnlinie fort. Immer wieder kam es zu schweren Kämpfen und zu Partisanenüberfällen. Nachdem es der 28. Jäger-Division gelungen war, den sowjetischen Vormarsch etwa 15 km südostwärts von Bialystok mehrere Tage aufzuhalten, mußten jedoch zwischen dem 23. Und 26. Juli die Ortschaften  Zielona, Grabowka, Zascinki, Sobolewo, Zednia und Kamionka endgültig dem Gegner überlassen werden. Einen Tag später vielen auch Bialystok weiter südlich die Ortschaften Kurjany und  Horodniany in sowjetische Hand. Anfang August konnte die Front in diesem Abschnitt vorrübergehend gefestigt werden. Seit diesen Kämpfen wird eine große Anzahl Soldaten der 28.  Jäger-Division, darunter auch der Verschollene, vermißt. Für einige von ihnen liegen Aussagen von Heimkehrern vor, daß sie gefallen sind. Viele aber haben in dem meist unübersichtlichen, von Sümpfen und dichten Wäldern durchsetzten Gelände oder im Kampf mit Partisanen den Tod gefunden, ohne daß es von Kameraden bemerkt wurde. Auch Lazarette  und Verbandsplätze gerieten in das Feuer sowjetischer Artillerie und Panzer..Es gibt keinen Hinweis dafür, daß der Verschollene in Gefangenschaft geriet, er wurde auch später in keinem Lager gesehen. Alle  Feststellungen lassen nur die Schlußfolgerung zu, daß er bei diesen Kämpfen gefallen ist.

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